Dienstag, 28. April 2009

Das große Fressen

Durch einen kleinen Bericht im Internet auf das Dorf Zarós aufmerksam geworden, hier sollen die einzigen Forellen auf ganz Kreta und zusätzlich heute ein Mittelmeerkochwettbewerb sein, sind wir dorthin aufgebrochen. Dank einer Umleitung, die eigentlich überhaupt nicht ausgeschildert ist, hat es deutlich länger gedauert als geplant.

Auf dem Umweg kamen wir dann ungeplanterweise an der kleinen Labyrinthhöhle vorbei, den einzigen momentan begehbaren Teil des kilometerlangen, künstlich geschaffenen, Labyrinthkomplexes unter Kreta. Wobei begehbar sehr relativ ist. Der Eingang der Höhle wird von einigen Wildbienenvölkern als Heimstatt benutzt, und ein Hineinkommen ist ohne  angeborene Schmerzunempfindlichkeit und Immunität gegen Insektengift wohl nicht möglich. Somit hat es gerade noch für ein Fluchtbild des Eingangs gereicht, dementsprechend verwackelt.

Endlich in Zarós angekommen, konnten wir zwar den Stausee mit den aus Kanada importierten Forellen finden, aber von Kochwettbewerb keine Spur.


Um trotzdem nicht zu verhungern, sind wir in die kleine Taverne "Veggera" im Ort gegangen, laut dem Internetbericht ein Geheimtipp. Wenn ich gewusst hätte, was uns da erwartet, hätte ich das Frühstück ausfallen lassen. Es gibt keine Speisekarte, gegessen wird, was auf den Tisch kommt, und einem selber schmeckt.

Angefangen hat es ganz harmlos mit Wasser aus eigener Quelle und selbergemachtem Wein.

Kurz darauf kam auch schon der erste Gang, Brot und Feta. Dicht gefolgt vom zweiten Gang, in Olivenöl gebratenem Gemüse.

Das Gemüse war noch nicht komplett verputzt, schob unsere Gastgeberin auch schon Gang drei, die Moussáka nach.

Und ja keine Müdigkeit vortäuschen, das Essen ging weiter. Mit Schweinefilet, gebraten in Nudeln.

Um den Magen nicht untätig werden zu lassen kam danach auch gleich die erste Nachspeise, Yoghurt mit Honig und Walnüssen.

Und wenn es eine erste Nachspeise gibt, dann muss auch eine zweite, aber dann doch finale, Nachspeise, kleine Nussröllchen, mit dem obligatorischen Rakí folgen.

Um es kurz zu machen, wir waren danach auch Röllchen. Schlachtreif gemästet bis zum Anschlag mit hervorragendem Essen und Trinken. Und das für 10€ pro Person. Kein Witz, ich hab es fast nicht geglaubt, als wir nur 20€ zahlen sollten.

Solltet ihr nach Kreta fahren, geht unbedingt nach Zarós ins Veggera zum Essen, sonst habt ihr Kreta nicht erlebt!

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