



Um nicht so kurz vor dem Ziel wieder aufgeben zu müssen, sind wir dieses mal ohne Stop durchgefahren bis Kato Zákros. Hier am Ausgang des Tals der Toten steht der kleinste der vier Minoischen Königspaläste. Erst in den 60er Jahren gefunden, und bis dahin noch völlig ungeplündert, haben sich hier die meisten Utensilien finden lassen, und auch einige Räume, die in den anderen Palästen nicht gefunden oder zugeordnet werden konnten, unter anderem eine große Küche. Die Besonderheit dieses Palastes ist, dass er sehr nah an der Küste gebaut wurde, und wohl ständige Frischwasserquellen hatte. Deutlich wird das an der großen Zahl an rituellen Brunnen und Zisternen. Der Quellbrunnen soll etwas mehr als 12 Meter in die Tiefe geführt haben. Die Landmasse ist hier allerdinigs massiv abgesunken, so dass von den 12 Metern nur noch etwa einer übriggeblieben, und das ganze Gebiet etwas matschig ist. Und das Wasser wird heute noch genutzt, allerdings nur noch von Sumpfschildkröten.










Zurück in Zákros ist uns noch ein Schild aufgefallen, das auf eine Quelle Zákros hingewiesen hat. Das Ganze hat dann zu einer kleinen, überschwänglich von Pflanzen überwucherten Schlucht mit kleinem Wanderweg geführt, die anscheinend ständig Frischwasser trägt, das dann auch zur Limonadenherstellung genutzt wird. Die Limonade war uns allerdings ziemlich egal, da wir mitten in eine Beerdigung geplatzt sind.

Der nächste Halt war dann am Kloster Tóplou, eines der bekannteren Klöster Kretas. Und durch die Bekanntheit ist das ganze eigentlich auch nur noch Touristenfang. 3€ Eintritt für eine kleine Kirche und ein Museum mit 2 winzigen Räumen ist deutlich zuviel. Und Bilder machen darf man drinnen auch nicht, und man wird auf Schritt und Tritt von Kameras und kretischen Frauen beobachtet. Pfff.




Letzte Station vor der Heimfahrt war dann der Palmenstrand von Vái.



Natürlich sind wir wieder nass geworden, aber man kann ja auch in der Sonne trocknen.


In Neápolis gab's dann noch leckere Soutzoukákias und um 23 Uhr sind wir wieder wohlbehalten im Hotel, ohne kratzende Bremsen, dafür mit klackerndem Motor, angekommen. Die Autos der Kreter sind wirklich hart an der Grenze, aber die nächsten Tage wird Schnecki II. schon durchhalten. Hoffentlich.
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